Kapitel 8


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Versicherungsmakler: Hände weg von Social Media -
Es könnte nämlich erfolgreich werden!

Die tägliche grausame Wahrheit:

Da sonnt sich Versicherungsmakler Erwin K. aus Wuppertal in seinem Glück: Ein überschaubarer Sach- und Haftpflichtversicherungsbestand beschert ihm jährlich garantierte Einnahmen im sechsstelligen Bereich. Daraus kann er bequem seine Betriebskosten und das Personal zahlen. Auch sein eigenes Einkommen ist gesichert und aus dem erlauchten Kreis seiner Stammkunden gibt es immer wieder mal das eine oder andere "Sahnehäubchen" in Form einer fetten PKV, einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder einer betrieblichen Altersversorgung. Auch die eine oder andere Neukundenempfehlung flattert ihm gelegentlich auf den Tisch. Es geht dem K. aus Wuppertal saugut und er ist absolut zufrieden. So könnte es munter bis zu seinem Ausscheiden aus dem Berufsleben weitergehen, wenn da nicht......

.....tja, wenn da nicht am Horizont einige Probleme aufgetaucht wären, die ihm echte Sorgen bereiten und auf die er nicht vorbereitet ist

Versicherungsmakler K. findet sein längerer Zeit keine neuen Außendienstmitarbeiter mehr. Seit sich einige Außendienstler mit einem eigenen Maklerbüro selbstständig gemacht haben, wird es immer schwieriger, neues Personal zu finden. Mittlerweile ist er mit seinem Bestand älter geworden und sein einziger verbliebener Kollege im Außendienst legt sprichwörtlich die Füße auf den Tisch, statt sich noch einen Wolf zu rackern. Die ausscheidenden Kollegen hatten sich im Laufe der Zeit die eMail-Adressen ihrer betreuten Kunden gesichert und sie mit nur einer einzigen Rundmail auf die neue Selbstständigkeit aufmerksam gemacht. Dann folgten noch weitere eMails, bis es sich auch bis zum Letzten ins Hirn gebrannt hatte, dass jetzt eine neue Zeit angebrochen war.

Mobilitätskosten steigen unaufhörlich

Auch das Auto fahren macht nur noch wenig Spaß. Die Spritkosten steigen immer weiter und der Straßenverkehr wird immer grausamer. Es lohnt sich schon lange nicht mehr, wegen einer Privathaftpflicht ans andere Ende der Stadt oder gar aufs Land zu fahren und vielleicht noch ein Beratungsprotokoll auszufüllen. Und dann muss er hinterher noch Versicherungsvergleiche anstrengen, damit ihn der Kunde wegen fehlenden Versicherungsschutzes nicht noch verklagen kann. "Sollen die doch online rechnen!" meint er und weiß nicht, wie er das seinen Kunden beipulen soll. Von Online-Beratung hat er schon gehört, aber für sowas ist er schon viel zu alt. "So einen neumodischen Kram brauche ich nicht. Ich sehe meinen Kunden lieber direkt in die Augen!" lauten seine unmissverständlichen Worte voller Überzeugung. "Und wenn andere das machen, warum sollte ich das auch tun? Bisher war ich damit doch absolut erfolgreich, oder?" Nun denn....

Junge Außendienstmitarbeiter: Fehlanzeige, junge Menschen ergreifen das Kommunikationsmonopol

Mittlerweile findet er auch nicht mehr so leicht den Zugang zu den jungen Leuten. Als er neulich neue Mitarbeiter suchte und für sündhaft teures Geld eine Zeitungsanzeige geschaltet hat, gab es keine einzige Reaktion. Fehlanzeige auf ganzer Linie. "Die jungen Leute spinnen doch mit ihrem Facebook und Twitter!" schimpft er und erinnert sich an seine halbwüchsige Tochter, die wie bekloppt auf die Tasten haut oder sich mit ihren Freundinnen über den Sturz von Kumpel Hannes lustig macht, der jetzt im Krankenhaus liegt und seine Wunden leckt. Dabei wollte Hannes doch in den nächsten Ferien mit seinem Vater segeln gehen. Auf der Brigg "Roald Amundsen" (www.sailtraining.de) wollten sie als Trainees anheuern und eines der letzten Abenteuer dieser Welt bestehen. Dem Teufel ein Ohr absegeln, die Wanten entern und von der Royal-Rah aus hinter den Horizont gucken und einfach nur abschalten. "Aber besser mit dem Skateboard auf die Schnauze fliegen, als von 32 m Höhe auf die Decksplanken klatschen!" lautete der Kommentar von Hannes' Vater im facebook-Eintrag der Gruppe "Roald Amundsen". Dutzende stimmten mit "Like It" zu oder äußerten Mitleidsbekundungen oder auch Spott. "Lächerlich, ein erwachsener Mann bei facebook und dann noch zwischen den ganzen jungen Leuten. Mit mir nicht!" grummelt Erwin K. so vor sich hin. "Fatzebook, Papa", meint seine Tochter aus dem Hintergrund, "Wir nennen das immer Fatzebook" und Erwin K. beschleicht das klamme Gefühl, nichts mehr zu peilen in dieser Welt, in der offenbar junge Menschen das Kommunikationsmonopol ergriffen haben.

"bevor ich Versicherungsmakler werde, werde ich lieber Gerichtsvollzieher oder Bestatter,..."

Heute ist dann so ein Tag, an dem er darüber nachdenkt, seinen Laden zu verkaufen. Sein ältester Sohn war nicht zu begeistern, Papas Beruf zu ergreifen, denn er wollte lieber "etwas Spannenderes" lernen. "Papa", waren seine Worte während der Familienaussprache, "die suchen in der freien Wirtschaft Leute ohne Ende und da soll ich Versicherungen verkaufen? Wo lebst Du denn?" Uups, das hatte gesessen, denn "eigentlich" war er davon ausgegangen, dass der Jugend ein gemachtes Nest Willkommen wäre und er seinen Kindern beigebracht hat, dass er als Versicherungsmakler eben keine Versicherungen verkauft, sondern Kunden berät. "Paps" (oh Gott, wenn der Junge schon Paps sagt, dann wird es oberlehrerhaft...), "bevor ich Versicherungsmakler werde, werde ich lieber Gerichtsvollzieher oder Bestatter, denn die haben immer Konjunktur immer noch ein besseres Image als Dein Job. Guck Dir doch mal die Homepages Deiner Kollegen an. Überall springen Dich Vergleichsrechner an und wollen nur verkaufen, verkaufen, verkaufen, statt zu informieren oder zu beraten. Und dabei wollt Ihr doch immer wie Rechtsanwälte oder Steuerberater wahrgenommen werden. Eure Außendarstellung ist aber meist wie die von Strukkies, die Du doch immer so verachtest. Wenn Dein Laden wenigstens einen coolen Internetauftritt hätte." Mit den trüben Gedanken "Was meint der denn mit "cool" und was soll ich überhaupt mit einem Internetauftritt?" verholt sich Erwin K. wieder in sein Büro, um sich über seine Aktenstapel herzumachen...

weiter im Kapitel 9

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